Biobibliografisches zu Klaus Servene

Ich schreibe keine Erinnerungen - ich schreibe was ich weiß.

In Marburg geboren, aufgewachsen im Hunsrück, Germanistikstudium in Mainz und Marburg; rund zwanzig Jahre in Norddeutschland gearbeitet und gelebt; seit 1995 literarischer Autor; Lyrik, Kurztexte, Stücke, Erzählungen, Romane; ab 2001 auch Herausgeber und Literaturvermittler. Inzwischen etliche eigene Bücher publiziert und über 50 Bücher anderer Autorinnen und Autoren. Diverse Beiträge in Sammelwerken. 2013 wird Ein kurzer Roman vom Fell in der Übersetzung von Emilia Draganova komplett im Sawremennik veröffentlicht, der führenden Zeitschrift für ausländische Literatur in Bulgarien; Verschiedene Literaturpreise und Förderungen.

Erstveröffentlichungen als Herausgeber z.B.: Ein Licht über dem Kopf von Dimitré Dinev (2000), Zigi übers Meer von Zsuzsa Bánk (2008; ein Auszug aus ihrem noch unveröffentlichten Roman Die hellen Tage) und Der Rucksack von Massum Faryar (2008); Lektorat und Herausgabe (mit der Stadt Mannheim, Sudabeh Mohafez und Dimitré Dinev) der Anthologie Grenzen.Überschreiten. – Ein Europa-Lesebuch (2007/2008 – Texte von Marica Bodrožić, Irena Brezna, Yadé Kara u.v.a.); Lektorat und Herausgabe der Europabreviere Grenzenlos (2011, 2012 mit Thomas Frahm, 2013). 

Einer meiner Lieblingssätze aus eigener Feder lautet: "Man ist frei, wenn die Seele so stark ist, dass man keinen Namen mehr braucht." Dennoch: Mit Freude habe ich das Gedicht von Bonn nach Mannheim – an Klaus Servene von Rumjana Zacharieva gelesen (in: traumwechselstörung, Edition Voss, Lyrikpapyri, Horlemann Verlag Berlin 2013),und auch die Widmung von Jürgen Nielsen-Sikora in seinem Essay über Europa: Das Ende der Barbarei. Sie lautet: „Klaus Servene, dem unermüdlichen Europäer.“ (Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2012). Mit doppelter Freude erfüllt mich Massum Faryars Danksagung am Ende seines Romans Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter, das Werk ist endlich bewerkstelligt & dann denkt er auch noch ausgerechnet an mich! (Kiepenheuer & Witsch 2015)

Ich bin seit 1986 verheiratet, wir sind seit 1997 Wahl-Mannheimer. Mit unserer Enkelin leben Sohn und Schwiegertochter in Hamburg.

Eigene Veröffentlichungen (Auswahl):

Hitzkopf (Roman), Mannheim 2000
Schatilah (Roman), Mannheim 2000
Deutschland-Tango (Lyrik und Kurztexte), Mannheim 2001
Das tragische Ende des August von Kotzebue (Ein szenischer Nachruf, Regie: Sascha Koal), 2002
Schandflecken (Erzählung, in: Nehmt mich beim Wort, C.Bertelsmann-Verlag, München 2003)
Zugereist (Ausgewählte Prosa 1995 bis 2007, limitierte Auflage zum Mannheimer Stadtjubiläum), 2007
Ein kurzer Roman vom Fell, (Roman), Mannheim 2007
Ein Haus in Bulgarien, (Erzählung, in: Wilde Vögel fliegen, Achter-Verlag, Acht 2009)
Als mein Herzschrittmacher streikte, (Lyrik,in: Der literarische Zaunkönig, Wien 3/2009, sowie in Ö1/ORF "Nachtbilder" 28.11.2009, gelesen von Michael Dangl)
Unter Asche, (Exzerpt aus der Erzählung, in: Im Verborgenen, Mannheimer Heinrich-Vetter Literaturpreis 2010 - Texte der Preisträger(innen) sowie der Nominierten, Literarisches Zentrum Rhein-Neckar e.V. Die Räuber 77, Mannheim 2010)
Mannheim, Germany (Stories), Achter Verlag, Acht 2010
Aus der Enge - Gedichte & Textamente (Lyrik, kurze Prosa & Essays), Buxtehude/Berlin 2013/2014
Flirt mit dem Tod (Bühnenstück, Idee und Regie: Limeik Topchi), UA 2016
Nathan der Weise (Neue Bühnenfassung, Idee und Regie: Limeik Topchi), Premiere 2017

Herausgaben (Auswahl):

Werke von Jan Turovski, Nikolaj Tabakov, Rumjana Zacharieva, Thomas Frahm, Meinrad Braun u.a.
Hallo Taxi (Kurzgeschichten), Mannheim/Norderstedt 2001
Taxi-Hörbuch mit Musik (Kompakt-CD; mit Peter Tröster), Mannheim 2005
grenzen.überschreiten. ein europa-lesebuch (Kurzgeschichten; mit der Stadt Mannheim, Sudabeh Mohafez und Dimitré Dinev), Mannheim 2008
grenzenlos. ein literarisch engagiertes europabrevier (Anthologie), Mannheim 2011
europabrevier grenzenlos 2 - eine literarische Bulgarienreise, ein Puzzle & andere Wegbeschreibungen aus der Enge (Anthologie; mit Thomas Frahm), Mannheim 2012
Rumjana Zacharieva: Am Grund der Zeit. Gedichte. Neuauflage, Mannheim 2013
europabrevier grenzenlos 3 - JA. Roman von Nikolaj Tabakov. Aus dem Bulgarischen von Rumjana Zacharieva, Mannheim 2013

WIKIPEDIA

Leseprobe 1. Weltkrieg

Aus einem Brief an den Förderkreis deutscher Schriftsteller Baden–Württemberg (aus dem Englischen):

»Sofia, 14.Januar 2013

(...) Savremennik ist seit mehr als vierzig Jahren die führende Vierteljahresschrift für ausländische Literatur in Bulgarien. Die Philosophie unseres Magazins ist, für bulgarische Bürger und AutorInnen Türen zu anderen Teilen der Welt zu öffnen, zu anderen Sichtweisen auf die Welt (...)

In diesem Zusammenhang sind wir sehr froh (...) den kurzen Roman vom Fell von Klaus Servene zu publizieren. (...) Fell (gibt) eine eindrückliche Innenansicht in unbekannte Dimensionen deutschen Lebens, deutscher Provinz, deutscher Mentalität, in einer herausragenden und originalen literarischen Sprache, voller ausdrucksstarker Szenen und Bilder. Das ist genau, was wir suchen.

Darum versichern wir (...) dass der Roman Fell, in der Übersetzung der berühmten bulgarischen Übersetzerin Emilia Draganova, vollständig in einer der Nummern unseres Magazins in 2013 veröffentlicht wird. (...)

Gez. Vladimir Zarev, editor-in-chief, Vladimir Minkov 2nd editor-in-chief«

Die Übersetzung wurde finanziert vom Förderkreis Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg - vielen Dank auch an dieser Stelle!

Drei Presse- und drei Freundesstimmen

Mannheimer Morgen - diesen und weitere MM-Artikel auf Morgenweb.de HIER


Literarischer Zaunkönig, Wien

Glanz und Elend


>> Wer über Klaus Servenes Sätze wandert, merkt nicht, wie begierig er bald den verschiedensten Gerüchen nacheilt. Etwas kocht. Mal in uns, mal in unserer Nähe, denn die Welt bei ihm ist ein Gericht, an dem wir, die Unersättlichen, uns die Zunge verbrennen. << Dimitré Dinev, Wien

>> Klaus Servene schreibt großherzig und sarkastisch zugleich. Ein Mensch mit einer süßen Zunge, mit einem warmen Mund, wie man in Afghanistan sagen würde.<< Massum Faryar, Berlin

>> Nur aus Büchern wie denen Klaus Servenes, eines nackt und ungeschützt auf der Sprache wandelnden Zeitzeugen, erfahren wir noch von einem Deutschland, das zwischen K wie Kaiserreich und K wie K-Gruppen nicht aufgehört hat, grausame Verhärtungen zum Normalfall des Menschen im K wie Kapitalismus zu erklären. << Thomas Frahm, Sofia/Duisburg